Es geht um Balance!

Das Universum funktioniert durch das Aufrechterhalten eines Gleichgewichts zwischen entgegengesetzten Kräften – und unser Körper ist hierbei keine Ausnahme. Ähnlich wie bei Fettsäuren, welche zur optimalen Körperfunktion in ein bestimmtes Verhältnis gestellt werden müssen, funktioniert auch der Säure-Basen Haushalt des Körpers. Wann immer ein Ungleichgewicht entsteht, verspüren wir Anzeichen einer Krankheit: mangelnde Energie, Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Gewichtszunahme, Konzentrationsschwierigkeiten, Schmerzen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen. 


Ein wichtiger Faktor für die Aufrechterhaltung unserer Gesundheit ist der sogenannte pH-Wert unserer Körperflüssigkeiten, vorhanden in Blut und Gewebe. Dieser trifft Aussagen über den sauren oder basischen Charakter einer Flüssigkeit. Der pH-Wert unseres Bluts liegt in einem leicht basischen Bereich, was durch verschiedene Körpermechanismen durch teils große Anstrengungen gewährleistet wird. Im Falle einer Übersäuerung, also einer Überproduktion bzw. erhöhten Aufnahme von säurebildenden Substanzen, kann dieses fein eingestellte System aus dem Gleichgewicht geraten. Übersäuerung wird mit verschiedenen gesundheitsschädigenden Prozessen in Verbindung gebracht. So kann die Bildung von freien Radikalen begünstigt werden, welche Zellen schädigen und die Funktion von Enzymen einschränken können. Überschüssige Säuren können sich ebenfalls in Bindegewebe und gelenknahem Gewebe einlagern. Verspannungen und Schmerzen können die Folge sein.


Was sind basenbildende Lebensmittel? 

Die Bezeichnung sauer oder basisch bezieht sich nicht auf den Geschmack, sondern auf die Wirkung welche das Lebensmittel im Körper entfaltet. So schmeckt eine Zitrone zwar sehr sauer, wird jedoch durch ihre enthaltenen Mineralien wie Kalium, Kalzium und Magnesium basisch verstoffwechselt. Basische Lebensmittel sollte idealerweise viele der folgenden Eigenschaften aufweisen:

  • reich an Mineralien und Spurenelementen
  • hinterlassen keine sauren Stoffwechselprodukte
  • enthalten wichtige vitalisierende und entzündungshemmende Stoffe (z. B. Antioxidantien, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Chlorophyll etc.)
  • verfügen über einen hohen Wassergehalt
  • fördern die Darmflora

Wie könnte also eine solche basische Ernährungsweise aussehen?

Als Faustregel kann gelten, dass mindestens 2/3 einer Mahlzeit aus basenbildenden Lebensmittel bestehen sollten. Wenn Sie also das nächste Mal auf Ihr fertig angerichtetes Abendessen blicken, sollte davon idealerweise 2/3 beispielsweise grünes Gemüse sein, was nur noch einen kleineren Anteil an säurebildenden Dingen wie Fleisch oder Fisch übrig lässt. Beispiele für basische Lebensmittel können Sie diversen Tabellen z.B. im Internet entnehmen. Prinzipiell stellt grünes Gemüse den größten Vertreter der basischen Nahrungsmittel, und tierische Proteine (Fleisch, Fisch, Milchprodukte) der sauren Nahrungsmittel. Im Folgenden werden ein paar Beispiele genannt: 
Basenbildende Lebensmittel: Gemüse, Gemüsesäfte, Kräuter, Blattsalate, Obstessig, Balsamico-Essig, Kartoffeln, Wildkräuter, Obstsäfte, stilles Wasser, Hülsenfrüchte etc. 
Säurebildende Lebensmittel: Fleisch jeder Art, Fisch, Meeresfrüchte, die meisten Milchprodukte, Weißmehlprodukte, Eier etc. 
 Abschließend kann nochmal gesagt werden: Es geht um die Balance! Es geht wie immer nicht darum eine Ernährungsweise des Verzichts und der Einschränkung zu betreiben, sondern einfach ein Bewusstsein für die gesunde Balance zwischen den in unserer Gesellschaft häufig zu viel konsumierten tierischen Eiweißen, und den gesunden vegetarischen Alternativen, zu entwickeln. 

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