Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte und ein gestörter Zuckerstoffwechsel zählen zu den typischen Wohlstandserkrankungen. Bereits jede Erkrankung für sich gilt als Risikofaktor für Herz und Kreislauf. Als Vierer-Kombination – „Metabolisches Syndrom“ genannt – potenziert sich die Gefahr beträchtlich.

Schätzungsweise elf Millionen Todesfälle im Jahr sind weltweit gesehen auf ungesunde Ernährung, wie zu viel zuckerhaltige Getränke oder zu wenig Gemüse zurückzuführen. Das sei jeder fünfte Todesfall, schreiben internationale Forscher im Fachblatt „The Lancet“. Höchste Zeit, den Gesundheitsrisiken mit einem gesunden Lebensstil den Wind aus den Segeln zu nehmen! Wohlstand hat seinen Preis: Wir essen zu viel. Um es exakter zu beziffern, mindestens 30% mehr als wir müssten. Zudem essen wir sehr häufig das Falsche und bewegen uns zu wenig. Diese Ergebnisse der modernen Gesellschaft bleiben oft nicht ohne Folgen. Der Zeiger der Waage wandert immer weiter nach oben, Blutdruck und Blutfettwerte klettern in ungesunde Höhen und der Zuckerstoffwechsel gerät aus dem Lot. Der medizinische Begriff für diese Stoffwechselentgleisung ist das  „Metabolische Syndrom“. In Deutschland leidet nach Schätzungen ein Viertel der Bevölkerung daran. Selbst bei fast vier Prozent der Kinder unter zwölf Jahren diagnostizieren Ärzte hierzulande mittlerweile ein metabolisches Syndrom. Erfreulich dabei ist, dass jeder selbst verschiedene Möglichkeiten an der Hand hat, die durch das metabolische Syndrom entstehenden gesundheitlichen Probleme auszubremsen. Das erfolgversprechende Gesundheitsprogramm in Eigenregie steht beim metabolischen Syndrom auf vier Säulen:

1. Runter mit den Kilos: Vor allem das Bauchfett muss weg, denn es birgt weit mehr gesundheitliche Gefahren als nur ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften. Das Fettgewebe am, und vor allem im Bauch, auch viszerales Fett genannt, spielt eine so wichtige Rolle, weil es eine ganze Reihe von gefährlichen Signalstoffen produziert. Forscher entschlüsseln die Rolle dieser Botenmoleküle erst nach und nach. Doch schon jetzt wissen sie, dass Fettschichten in anderen Körperregionen stoffwechselphysiologisch weit weniger aktiv sind. Deshalb sind Pölsterchen an Hüfte, Po oder Beinen für die Gesundheit etwas weniger riskant. Die Liste der Leiden ist lang, die Bauchfett mit verursacht: Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall und Arteriosklerose treffen häufiger Menschen mit dicken Bäuchen. 84 Prozent aller Diabetes-Erkrankungen traten bei Männern auf, die einen Taillenumfang von mehr als 94 Zentimetern hatten. Menschen mit hohem Bauchumfang haben höhere Triglyceridwerte im Blut, ebenso weitere Blutwerte, die auf ein erhöhtes Diabetesrisiko oder auf eine größere Gefahr für Herz-Kreislauf- oder Gefäßleiden hinweisen. Laut Laboranalysen findet im Bauchfett eine chronisch-entzündliche Gewebeerkrankung statt, ebenso ist das Risiko für Thrombosen erhöht. Wer in den mittleren Lebensjahren besonders viel Bauchfett ansetzt, erkrankt eher an Alzheimer als normalgewichtige Altersgenossen oder Menschen, deren Taille trotz Übergewicht schlank blieb. Auf jeden Fall ist hier stets eine konsequente und langfristig angelegte Umstellung der Lebensweise einer kurzen Crashdiät vorzuziehen. Eine Crashdiät kann nur scheitern. Sie macht weder Sinn noch Spaß. Sie brauchen einen alltagstauglichen und genussvollen Ernährungsplan, der sich auch langfristig beibehalten lässt und daher dauerhaften Gewichtsverlust verspricht. Eine Reduzierung der aufgenommenen Kohlenhydrate ist in den allermeisten Fällen ein wichtiger Baustein. Lesen Sie hierzu auch in unserem VitalGuide nach.

2. In Bewegung kommen: Besonders gut klappt es mit der Gewichtsabnahme, wenn mehr Bewegung ins Spiel kommt. Regelmäßige Bewegung ist ein unverzichtbares Muss und auch in der stressigsten Arbeitswoche eine unverhandelbar gesetzte Notwendigkeit. Wer keine Zeit hat, sich um seine Gesundheit zu kümmern, wird früher oder später Zeit haben müssen, sich mit seinen Krankheiten auseinanderzusetzen. Mit ausreichend sportlicher Aktivität schlägt man nämlich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Die Fettverbrennung steigt, andererseits sinken der Blutzuckerspiegel, das „schlechte“ LDL-Cholesterin und der Blutdruck. Stresshormone wie zum Beispiel Adrenalin, Cortisol und Noradrenalin, also Hormone die Ihnen gewaltig zu schaffen machen können, werden schneller abgebaut. Das Resultat: Ihr Körper und Ihre Seele entspannen sich.

3. Entspannung und Fokussierung gegen Stress: Dass Stress, speziell Dauerstress, der Gesundheit schadet, ist kein Geheimnis. Auf starken Stress oder schlechte Stressbewältigung antwortet der Körper mit Stresshormonen wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin. Eine längerfristig vermehrte Cortisol-Ausschüttung beispielsweise erhöht den Blutdruck, den Blutzucker, das Bauchfett und den Muskelabbau, und senkt das „gute“ HDL-Cholesterin sowie die Immunabwehr. Regelmäßig in den Alltag eingebaute Wohlfühl-Momente und wirkungsvolle Entspannungsverfahren wie Meditation sorgen dafür, dass der Stress nicht Überhand nimmt. Auch hierzu lesen Sie unbedingt in unserem VitalGuide.

4. Genussgifte – Die ungesunde Stress-Spirale: Als wenn Stress an sich nicht schon ungesund genug wäre! Zur scheinbaren Beruhigung greifen Viele in Belastungssituationen zur Zigarette oder auch dem ein oder anderen Glas Alkohol. Das mag zwar vordergründig helfen, ist aber natürlich genau die falsche Strategie – nicht nur hinsichtlich der Risikofaktoren des metabolischen Syndroms. Nikotinverzicht und ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol gehören daher bei Lebensstiländerungen unbedingt mit dazu! 

Mit dieser bewährten „multiplen Attacke“ auf vier Säulen können Sie wirkungsvoll dem metabolischen Syndrom entgegentreten. Und wenn man sich ein bisschen mit Ernährungsideen beschäftigen will, macht das ganze auch noch einen riesen Spaß. Also nehmen Sie ihre Gesundheit in die Hand und helfen Sie sich selbst im Erkrankungsfall. Oder lassen Sie das metabolische Syndrom für Sie gar nicht zum Thema werden. Wir helfen Ihnen dabei und versorgen Sie mit leckeren Rezepten. Denken Sie an das 80/20 Prinzip und seien Sie glücklich bei allem was Sie kochen und essen.

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