Mentale Weiterentwicklung, Wachstum, Lernen, Organisation und die Einteilung der zur Verfügung stehenden Energie sind wichtige Themen, wenn es um Gesundheit geht. Dies wird heutzutage trotz aller Blogs, Foren, Social Media und Influencern oft vernachlässigt.

Vielleicht nicht ganz zufällig sagt man über einen Azubi am Ende der Ausbildung, er habe „ausgelernt“. Das Ende des Studiums wird als „Abschluss“ gesehen und nicht als Anfang, so, als gäbe es nun nichts mehr zu lernen. Das ist heute leider im Verständnis so vieler Menschen verankert, dass die bloße Vorstellung davon, im besten Alter von 55 Jahren noch etwas Gravierendes zu ändern, für die Meisten einfach falsch wirkt. Veränderung und Wachstum sind Zeit unseres Lebens möglich und wichtig. Viele schlagen in jungen Jahren einen Weg ein und nur weil es der Erwartung anderer entspricht, bleiben sie auf diesem Weg und trauen sich nicht, ihn zu verlassen. Im Volksmund heißt es, es gibt keinen stärkeren Kleber als eine schlechte Gewohnheit. Und gewohnte Dinge zu verändern stößt nicht immer nur auf Gegenliebe. Die am meisten genannten Gründe dafür, wenn wir jemanden fragen, warum seine Anstrengungen auf dem Weg in ein gesünderes Leben wieder versiegt sind, lauten: „Weil andere Leute mich doof anschauen. Weil mein Partner nicht mitzieht. Weil ich es doch immer schon so gemacht habe.“. Zusammengefasst also Herdentrieb und Gewohnheiten. Und wenn sich jemand erlaubt, als Außenseiter die Herde zu verlassen, dann rufen wir sofort: „Wo kommen wir denn da hin, wenn das jeder machen würde?!“. Allerdings müssen wir auch mal die Gegenfrage stellen: Wohin kommen wir denn, wenn alle nur schreien „Wo kommen wir denn da hin?“ und keiner ginge um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn mal ginge?
Konstant lernen und wachsen heißt die Devise und Veränderungen als Chancen verstehen, denn heute etwas besser zu machen als gestern, macht uns glücklich. Es macht uns glücklich, heute etwas zu können, das wir gestern noch nicht konnten. Weil unser Gehirn gleich wieder neue Ziele definiert, wollen wir dann auch morgen weiter wachsen, für das nächste Glücksgefühl. Und ein glückliches Leben hat einen unschätzbaren Einfluss auf unsere Gesundheit und Vitalität.

Die Basis aller positiver Veränderungen ist positives Denken.
Ein alter Indianerhäuptling und sein Sohn saßen abends am Lagerfeuer und philosophierten über das Leben. Als der Sohn etwas über die Seele wissen wollte, sagte der Vater: „Mein Sohn, in uns leben zwei Wölfe, die Zeit unseres Lebens miteinander kämpfen. Der eine Wolf ist voller Furcht, Hass, Wut, Ärger und Angst. Der andere Wolf ist voller Liebe, Freude, Zuversicht, Wohlwollen und Hilfsbereitschaft.“ Der Sohn schaute seinen Vater verständnislos an und fragte: „Vater, aber welcher der beiden Wölfe wird diesen Kampf am Ende gewinnen?“ Und der Vater antwortete: „ Mein Sohn, sei dabei sehr achtsam, denn der Wolf, den Du mehr fütterst, wird immer gewinnen.“ „Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ Marc Aurel

Positives Denken ist eine treibende Kraft in der mentalen Weiterentwicklung und beim Erreichen der gesetzten Ziele. Dieter Lange, Redner und Spezialist für das Coaching von Führungskräften, prägte den Satz: „Gewinner erkennt man am Start, Verlierer aber auch.“ Jeder, der ohne ausreichend positive Gedanken einer Herausforderung gegenüber tritt, hat schon verloren. Negative Gedanken führen zu Stress, Angst und Verspannungen, die Leistung sinkt rapide. Negative Selbstgespräche schwächen und bringen uns von unseren Zielen ab. Das Gehirn produziert Bilder zu negativen Gedanken. Wir sehen uns scheitern, bevor wir überhaupt loslegen. Nach dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung werden unsere Befürchtungen und Zweifel so zur Realität. Positive Gedanken bringen uns dagegen in die richtige Stimmung, geben uns Selbstvertrauen, stärken uns, geben Sicherheit, verändern die Körperchemie, steuern unser Verhalten und haben Einfluss auf unsere Gesundheit.

Laut dem Magazin der SZ sollen etwa 65% der Deutschen fest an die Kraft des positiven Denkens glauben. Das ist sehr gut, denn positives Denken wirkt sich auf sehr viele Bereiche Ihres Lebens aus: Auf Ihre Gesundheit, auf Ihr seelisches Wohlbefinden, auf Ihre geistigen Fähigkeiten, auf Ihre beruflichen und finanziellen Erfolge und auf Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen.

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